Die Legende vom Anfang des Nichts
Einst, vor einer Zeit der Unsrigen, existierten die verschiedensten Wesen im Universum. Sie lebten auf ihren Welten, nichtswissend voneinander entwickelten sie sich. Millionen von Welten, auf denen Leben entstand, und auf jeder dieser Welten gab es unzählige Lebensformen, doch jeweils nur eine Lebensform einer Welt wurde die dominante Spezies dieser einen Welt. Die dominanten Lebensformen, auf den verschieden Welten stiegen empor zu den Herrschern ihrer Welt, nichts reichte an sie heran, ihre Fähigkeiten waren denen der anderen Lebensformen bei weitem überlegen. So gab es auf jeder der Millionen Welten eine dominante Spezies, eine herrschende Lebensform und, als diese begriffen, dass es noch weitere Welten gibt, auf denen andere, ihnen gleichgestellte Lebensformen, existierten, griffen sie nach den Sternen.
Unbewohnte Planeten wurden kolonisiert, Bündnisse geschmiedet, Allianzen gegründet, ganze Imperien wurden aus dem Nichts geschaffen. Jahrtausende kämpften die verschiedenen Lebensformen um ihr Vorrecht zu leben. Und bei diesem Kampf vernichteten sich unzählige Zivilisationen, nichts war beständig, im Laufe der Zeit wandelte sich alles, die mächtigsten Imperien gingen unter, andere stiegen empor zu den Herrschenden des Universums, um auf bald wieder zu vergehen.
Das Leben selbst forderte im Laufe der Zeit seinen Tribut, so wie Zivilisationen zerstört wurden, Welten vernichtet wurden und Leben ausgelöscht wurde, forderte nun das Leben sein Vorrecht. Im Universum an einem Ort des Lebens entwickelte sich eine neue Spezies. Doch diese eine wurde als Tribut geschaffen als Ausgleich für all die ausgelöschten Leben. Dort, wo sie entstand, musste sie keine Evolution durchleben, sie musste sich nicht zur dominanten Spezies entwickeln oder zur herrschenden Lebensform auf ihrer Welt aufsteigen. Sie war es von Beginn ihrer Existenz an. Und Leben und Zeit schenkten dieser Spezies ihre Gaben. Das Leben machte sich selbst zum Geschenk und, wie das Leben sich zum Geschenk machte, machte es auch die Zeit. Und das Leben und die Zeit zum Untertan stieg diese eine Spezies empor zu der dominanten Spezies des Universums.
In wenigen Jahren, so sagt man, erschufen diese Wesen ein Imperium, welches alle bisherigen in den Schatten stellte. Es schien, als hätte Zeit für sie keine Bedeutung oder Zeit war das einzige, was für sie von Bedeutung war. Nichts war ihnen gewachsen, sie durchliefen die Zivilisationsstufen, für die andere Jahrtausende brauchten in weniger als ein paar Jahren. Innerhalb weniger Dekaden waren sie die fortschrittlichste und am meisten verbreiteste Lebensform im Universum. Ihre technologischen Errungenschaften kannten keine Grenzen. Nur den Tod konnten sie nicht überlisten. Denn dieser war neidisch auf die Kinder von Leben und Zeit und so trachtete er ihnen weiterhin nach dem Leben. Und so sandte der Tod seinen Sohn Zwietracht, um das Gleichgewicht der Kräfte wieder herzustellen. Zwietracht, einer der verachtet wurde, sollte nun ein Gleichgewicht herstellen, welches nicht einmal Leben und Zeit gemeinsam geschafft hatten.
Während Zwietracht sein Werk begann, wütetete die Macht der Neuankömmlige im Universum unter den wenigen anderen, die noch lebten. Mittlerweile war den alten Wesen des Universums bekannt, woher die neue Macht kam, und doch schien es, als sei dies unmöglich, doch Wissenschaftler aller noch lebenden Völker waren sich einig, die einzige Möglichkeit, wie diese Wesen unbemerkt und ungestört sich erheben konnten, war aus der Asche einer ausgeglühten Sonne, einem schwarzen Zwergen. Doch die Frage nach dem Wie bleibt wohl auf ewig unbeantwortet, denn an einem solchen Ort kann unter normalen Umständen kein Leben entstehen. Und auch die Frage nach dem Wo wird wohl auf ewig unbeantwortet bleiben, denn einen schwarzen Zwergen zu orten, ist sogut wie unmöglich.
Und die alten Völker gaben sich ihrem Schicksal hin, nun im Angesicht ihres Untergangs waren sie vereint, sie erwarteten gemeinsam die Dunkelheit...
Die Neuankömmlinge brachten die Finsternis über das Universum. Planeten, Systeme, ganze Galaxien wurden von der Finsternis verschlungen. Doch da begann des Zwietrachts Werk, das größte Imperium aller Zeiten, die stärkste Macht des Universums, vermochte nichts gegen das Werk Zwietrachts ausrichten, die seine Macht war, die Macht selbst. Denn immer da, wo Macht ist, ist Zietracht und er war schon immer da und wartete nur auf den richtigen Augenblick, denn er wusste, was im Angesicht des Untergangs den Lebenden in Erinnerung bleiben würde. So schnell wie die Neuankömmlinge geboren worden waren und zu den Herrschern des Universums empor gestiegen waren, so schnell verschwanden sie in der Dunkelheit, die sie hinterließen.
In den entlegendsten Winkeln des Universum sammelten sich die alten Wesen. Die zu dieser Zeit geschmiedete Allianz unter den verschiedensten Wesen hält bis heute an und wird auf ewig beständig sein.
Und Jahrtausende später erwacht im Universum neues Leben und das Licht wandert durch das Universum und erhellt die Galaxien, Systeme und Planeten auf ein neues. Und die Planeten empfangen das Licht und die Wärme und die Entstehung neuen Lebens beginnt...
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